Letzte Aktualisierung: 12.11.2020

Die Darmschleimhaut

Aufbau, Funktion, Pflege und Sanierung
Darmschleimhaut
Unsere Gesundheit steht und fällt mit dem Zustand unserer Darmschleimhaut. Sicherlich haben auch Sie schon einmal die Zahl 80% gehört – im Zusammenhang damit, dass 80% unseres Immunsystems im Darm liege. Ob dies nun genau 80% sind, kann man mit Sicherheit nicht so genau sagen, aber die Tatsache, dass das Immunsystem zu einem sehr großen Teil im Darm lokalisiert ist, ist unbestritten.

Aber nicht nur die Funktionsfähigkeit des Immunsystems hängt mit der Qualität der Darmschleimhaut zusammen, vor allem auch ein großer Teil der Verdauung findet im Darm statt, und die Darmschleimhautzellen leisten hier einen entscheidenden Beitrag (schauen Sie sich hierzu gerne auch die »Abbildung des Verdauungssystems« an).

Um alle diese Zusammenhänge richtig erfassen zu können, möchte ich Ihnen in diesem Beitrag den Aufbau und die Funktionen der Darmschleimhaut erklären.

Übrigens: Eine objektive Betrachtung der Darmschleimhaut ist nicht möglich ohne die gleichzeitige Betrachtung der Darmflora (Mikrobiota), denn beide Systeme hängen untrennbar miteinander zusammen. Aus diesem Grunde bitte ich Sie, sich auch den Beitrag »Grundsätzliches über die Darmflora« durchzulesen.


Aufbau der Darmschleimhaut

Um zu verstehen, wie die Darmschleimhaut funktioniert, muss man zunächst ihren Aufbau kennen. Die Haut, die unseren Körper an Kopf und Rumpf und den Armen und Beinen umhüllt, ist aus mehreren Schichten aufgebaut und mit etwa 1,5 bis 4 mm im Vergleich zu unseren Schleimhäuten sehr dick. Die Schleimhaut des Darms nämlich ist nur so dünn wie eine Klarsichtfolie, also viel weniger als einen Millimeter dick. Sie besteht lediglich aus einer einzigen Zellschicht, in der jeweils nur eine Zelle neben der anderen liegt. Die Darmschleimhaut trennt das Körperäußere vom Körperinneren.

Vielleicht sollte an dieser Stelle zunächst einmal erläutert werden, was das Innere und was das Äußere des Organismus eigentlich ist. Dazu können Sie sich vorstellen, dass unser Körper wie ein eingestülpter Handschuhfinger aussieht. Im Inneren liegen alle Organe, die Muskeln und das Blut. Das Äußere hingegen ist die Haut, aber – wie eben bei dem eingestülpten Schlauch – auch der Darm bzw. dessen Oberfläche, das so genannte Darmlumen. Alle Außenhüllen kommen mit körperfremden Stoffen aus der Umwelt in direkten Kontakt – die Haut augenfällig mit der Luft und allem, was wir berühren können. Die Schleimhäute im Darm, aber auch in Mund und Nase, den Bronchien und in der Lunge, kommen ebenfalls mit diesen Stoffen in Kontakt: mit Luft und – im Darm – mit Nahrung, die ja ebenfalls Körperfremdes darstellt.

Schema der Darmschleimhautzellen Direkt hinter der Darmschleimhaut beginnt das Körperinnere – sie trennt also die eine Welt gegen die andere ab. Da die Darmschleimhaut – wie gesagt – nur aus einer Schicht von Zellen (in der nebenstehnden Abbildung 2 mit der Nummer 1 gekennzeichnet) besteht, müssen diese eng nebeneinander liegen, um dicht zum Körperinneren hin abschließen zu können. Die einzelnen Zellen sind durch eine Art Verschlussstücke – die so genannten »Tight Junctions« (2) verbunden. Sie können sich diese Tight Junctions (tight = dicht, engl.; junction = Verbindung, engl.) wie kleine Klettverschlüsse vorstellen, denn um erwünschte Stoffe hindurchzulassen, müssen die Zwischenräume zwischen den Zellen kurzzeitig geöffnet und anschließend wieder verschlossen werden können. Dieses Öffnen und Schließen der Tight Juctions wird durch bestimmte Steuerungs-Proteine wie Zonulin geregelt.

Durch die Berührung mit den Bestandteilen aus dem Speisebrei sind die Darmschleimhautzellen stark beansprucht und sowohl mechanischen als auch chemischen Reizen ausgesetzt: die raue Oberfläche der Speisebestandteile und die Zusammensetzung von Speisen und anderen Stoffen wie Chemikalien oder sonstigen Fremdstoffen setzt den Zellen sehr zu. Stellen Sie sich vor, Sie würden ständig in einem Brei aus mehr oder weniger groben Bestandteilen und chemischen Zusätzen baden – selbst Ihrer viel robusteren Außenhaut würde dies nicht so gut bekommen.

Aus diesem Grunde erneuern sich die Zellen der Darmschleimhaut alle 3 – 4 Tage, um immer frisch und gesund zu bleiben. Hier ergibt sich aber ein Problem: so schnell kann keine neue Ader wachsen, um die junge Zelle mit Nährstoffen aus dem Blut zu ernähren. Deshalb beziehen die Darmschleimhautzellen ihre Nährstoffe aus dem Darmschleim (3), der in einer relativ dicken Schicht über den Zellen liegt. »Relativ« heißt hier etwa ½ mm – also im Vergleich zur Dicke der Zellschicht recht viel.

Der Darmschleim gehört untrennbar ebenfalls zum »System Darmschleimhaut« dazu, denn ohne eine ausreichend dicke Schicht von frischem Darmschleim ist die Darmschleimhaut weder funktions- noch überlebensfähig. Dieser Schleim hat neben der Ernährung der Schleimhautzellen auch die Aufgabe, sie rein mechanisch gegen das Eindringen von (unerwünschten) Keimen zu schützen. Allerdings kann nur frischer Schleim diese Aufgaben gut erledigen und muss deshalb ebenfalls ständig erneuert werden. Alter, klebriger Schleim würde die Darmschleimhautzellen eher ersticken, als sie zu nähren und zu schützen.

Hinter der Darmschleimhaut, also bereits im Körperinneren, zirkulieren verschiedene Zellen – u.a. Immunzellen wie z.B. T- und B-Zellen (4) und viele andere mehr – die die Art der eingedrungenen Substanzen prüfen: sind es Nährstoffe, sind es Bakterien oder sind es Schadstoffe? Je nach dem Ergebnis dieser Prüfung werden die Stoffe dann zu den Organen weitergeleitet und entsprechend ihrer Art be- und verarbeitet.

Es gibt noch weitere Schichten des Darms: direkt hinter dieser Schicht verlaufen Blut- und Lymphbahnen, die Nährstoffe aufnehmen und weitertransportieren und eventuell eingedrungene Schadstoffe zu den Entgiftungsorganen können.

Weiter gibt es ein Netz von Nerven, die die Funktionen des Darms und die Interaktion des Darms mit dem übrigen Nervensystem steuern. Dieses Nervengeflecht wird auch als »enterisches Nervengeflecht« oder auch als »Darmhirn« bezeichnet, das entwicklungsgeschichtlich wesentlich älter ist als unser Kopfhirn und ebenso leistungsfähig wie dieses.

Abschließend zum Körperinneren liegt die Darmmuskulatur, die die Bewegungen des Darms ermöglicht und den Speisebrei vom Magenausgang bis zum After befördert.

Weder die Blut- und Lymphbahnen, noch das Nervengeflecht und die Muskulatur gehören zur Darmschleimhaut, jedoch hängen alle diese Systeme – wie auch die übrigen Schleimhäute, die Haut am Körper und überhaupt alle unsere Zellen – eng zusammen und kommunizieren miteinander, um das reibungslose Funktionieren des »System Mensch« zu ermöglichen.

Hinweis zu den Abbildungen: Die Details sind zum besseren Verständnis schematisch dargestellt, deshalb entsprechen die Größenverhältnisse nicht der Wirklichkeit.


Funktionen der Darmschleimhaut

Haut und Schleimhäute haben die Funktion, eine Barriere nach außen zu bilden, um das Körperinnere zu schützen. Die Darmschleimhaut hat auf der einen Seite die Aufgabe, unverdauten Bestandteilen, Schad- und Giftstoffen den Eintritt in den Körper verwehren, um Beeinträchtigungen vom Organismus fernzuhalten. Diese Barrierefunktion gehört übrigens zu unserem »angeborenen Immunsystem«, das im Gegensatz zum »erworbenen Immunsystem«, das sich erst im Laufe unseres Lebens mit den Kontakten mit Krankheitserregern ausbildet, bereits mit unserer Geburt vorhanden ist.

Auf der anderen Seite aber soll die Darmschleimhaut verdaute Nährstoffe ins Körperinnere hineinlassen, damit diese dort ins Blut gelangen und zu den Körperzellen bzw. den weiterverarbeitenden Organen befördert werden können. Dies ist die Verdauungsfunktion, die unsere Darmschleimhaut zu erledigen hat.

Eigentlich ist dies die Quadratur des Kreises – und doch kann eine gesunde Schleimhaut genau dies leisten.

Da die Schleimhaut dies alleine nicht bewerkstelligen kann, bedient sie sich der Hilfe der Darmbakterien, die untrennbar mit der Funktionsfähigkeit der Darmschleimhaut verbunden sind. Auch wenn hier von den »Darmbakterien« gesprochen wird, sind hier alle Mikroorganismen gemeint, also auch verschiedene andere Einzeller und Pilze. Salopp spricht man von der Darmflora, korrekt heißt es heute jedoch Mikrobiota. Die Darmschleimhaut kann als »Nest« für die Darmbakterien angesehen werden, und es ist einsichtig, dass sich die Darmbewohner in einem ungemütlichen Nest nicht wohlfühlen würden.

Aber die Darmbakterien tun auch von ihrer Seite aus alles Erdenkliche, um ihr eigenes Zuhause schön »einzurichten«: bestimmte Arten wie u.a. verschiedene H2 O2-bildende Laktobazillen lösen zunächst den alten Schleim an. Andere Bakterien wie Akkermansia muciniphila und Faekalibacterium prausnitzii fressen ihn – wobei diese Arten durchaus zum »Sattwerden« auch noch Ballaststoffe aus der Nahrung benötigen – und sondern Stoffwechselprodukte wie u.a. die Buttersäure ab. Diese Stoffwechselprodukte stellen neben dem Darmschleim selbst auch Nährstoff für die Schleimhautzellen dar. Zusätzlich aber regen sie auch die so genannten Becherzellen in der Schleimhaut an, neuen Schleim zu bilden. Erst durch diesen Kreislauf ist die Gesundheit und damit die optimale Funktion der Darmschleimhautzellen gewährleistet. Man sieht, dass dies alles ein kompliziertes Zusammenspiel von verschiedenen Faktoren in diesem lebenden Gebilde ist, und wenn auch nur an einer Stelle diese Kooperation hakt, funktioniert auch alles andere nicht gut.


Ausdehnung der Darmschleimhaut

Ein wichtiger Faktor, um alle Aufgaben erfüllen zu können, ist die Ausdehnung der Darmschleimhaut – insbesondere im Dünndarm. Wie in Abbildung 1 oben auf dieser Seite schematisch dargestellt, ist die Darmschleimhaut des Dünndarms in Schleimhautzotten (1) aufgefaltet und diese Zotten jeweils weiter in die so genannten Mikrovilli (2), um eine größtmögliche Fläche zur Aufnahme der Nährstoffe zu erreichen. Wegen des Aussehens dieser größeren und kleineren Zotten wird die Schleimhaut im Dünndarm auch als »Bürstensaum« bezeichnet. Da der Dünndarm insgesamt etwa 5 bis 6 Meter lang ist, würde die Schleimhaut, wenn man alle ihre Zotten und Mikrovilli auffalten würde, mit geschätzten 400 m2 die Fläche eines Tennisplatzes bedecken können.

Die Schleimhaut im etwa 1,5 Meter langen Dickdarm ist gemäß der dortigen Funktionen nicht mehr so stark aufgefaltet, weil in diesen Abschnitt in der Regel nur noch kleinere Reste von unverdauten Nährstoffen gelangen, die dann von den Dickdarmbakterien aufgeschlüsselt und mit der Flüssigkeit über die Dickdarmschleimhaut aufgenommen werden. Aber auch diese Schicht ist dünn und von schützendem Schleim überzogen.

Werden die Mikrovilli oder gar die Zotten durch Erkrankungen geschädigt und dadurch die Oberfläche der Schleimhaut verkleinert, kann sie ihre Aufgaben nicht oder nur noch in einem mehr oder weniger stark eingeschränkten Rahmen bewältigen – was sich zwangsläufig drastisch auf unsere Gesundheit auswirken kann.


Produktion von Schutzstoffen

Neben der oben geschilderten Barrierefunktion – eines der Hauptelemente unseres angeborenen Immunsystems – werden in der Darmschleimhaut auch Schutzstoffe wie das »sekretorische Immunglobulin A« (sIgA) gebildet, die für die Gesunderhaltung der Schleimhaut erforderlich sind. Und nicht nur für die Gesunderhaltung der Schleimhaut im Darm, denn diese Schutzstoffe werden im gesamten Körper verteilt auf allen anderen Schleimhäuten, also im Darm, in Bronchien und Lunge, im Nasen-Rachenraum, in den Augen und im Urogenitaltrakt.

Weiterhin gibt es Stoffe wie u.a. das »Beta-Defensin« oder das »Lysozym«, die wie körpereigene Antibiotika um und innerhalb der Schleimhaut wirken und krankheitserregende Keime inaktivieren oder sogar abtöten können. Neben diesen erwähnten Beispielen gibt es viele weitere Stoffe, die für die Gesunderhaltung der Schleimhautzellen und damit für eine optimale Funktion sorgen.


Produktion von Enzymen und Transportproteinen

Eine weitere wichtige Aufgabe der Schleimhautzellen ist die Bildung von Enzymen. Diese Enzyme werden benötigt, um komplexere Kohlenhydrate in der Nahrung wie Zweifachzucker (Disaccharide, z.B. die Laktose, die das Enzym Laktase benötigt), Mehrfachzucker (Oligosaccharide, z.B. Raffinose oder Stachyose), Vielfachzucker (Polysaccharide, also Ballaststoffe) oder Stärke in ihre Bausteine aufzuspalten und dafür zu sorgen, dass sie durch die Darmschleimhaut hindurchgelangen können. Die Enzyme werden nicht in den Nahrungsbrei abgegeben, sondern verbleiben in oder direkt auf den Zellen und lassen nur kleine »Fühler« in den Speisebrei hinaushängen. Berührt nun ein Zucker einen Fühler für sein speziell benötigtes Verdauungsenzym, wird der Aufspaltungsvorgang katalytisch in Gang gesetzt. Katalytisch bedeutet, dass sich das Enzym nicht aufbraucht, sondern mehrere Spaltvorgänge anregen kann. Jedoch brechen die kleinen Fühler durch die Beanspruchung der vorbeirutschenden Speisen rasch ab. Aber mit den sich häufig erneuernden Zellen stehen dann auch wieder neue und funktionsfähige Enzyme zur Verfügung.

Einfachzucker benötigen zwar keine Enzyme zum Aufspalten, da sie ja nur aus jeweils einem Baustein bestehen. Manche Einfachzucker benötigen jedoch Transportproteine (Glukosetransporter), um durch die Schleimhaut »getragen« zu werden. Die Fruktose zum Beispiel benötigt die Transportproteine GLUT2 und GLUT5. Auch diese Substanzen werden in den Darmschleimhautzellen gebildet.

Und auch für andere Stoffe, die keine Kohlenhydrate sind, werden in den Schleimhautzellen des Dünndarms Enzyme gebildet, um diese Stoffe abzubauen. Zu nennen wäre hier u.a. das Histamin, das zum einen ein vom Körper selbst gebildeter Botenstoff ist, zum anderen aber auch mit der Nahrung aufgenommen wird. Um nicht überhand zu nehmen, muss das Histamin durch das Enzym Diaminoxidase (DAO) abgebaut und die zirkulierende Menge in einem optimalen Rahmen gehalten werden.

Werden in gereizten, entzündeten oder unterernährten Schleimhautzellen zu wenige Enzyme gebildet, führt dies je nach Funktionseinschränkung zu mehr oder weniger ausgeprägten Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten.


Steuerung der Tight Junctions

Der Transport vorbereiteter Nährstoffbausteine bzw. die Abwehr von ungeeigneten Bestandteilen werden durch die so genannten Tight Junctions ermöglicht oder verhindert.

Nachdem die Nährstoffe mithilfe der Enzyme in kleine Bausteine aufgespalten worden sind, passen sie durch die Zellzwischenräume hindurch. Mit Steuerungsproteinen wie dem Zonulin werden Impulse an die Tight Junctions gegeben, die Zwischenräume zu öffnen, so dass die Nährstoffbausteine in den Blutkreislauf gelangen können.

Die Nährstoffe, die mit den verschiedenen Transportproteinen direkt durch die Zellen geschleust werden, umgehen zwar die Verschlussfunktion der Tight Junctions, können aber ohne die geeigneten Transportproteine auch nicht ins Körperinnere gelangen. Sowohl die Zellen selbst als auch die Zellverbünde haben also die Aufgabe, die verschiedenen Nährstoffe zielgerichtet für den Transport in den Körper weiterzuleiten.

Neben den geeigneten Nährstoffen können aber auch Schadstoffe oder Krankheitserreger diese Schranke überwinden – vorausgesetzt, die Steuerung der Tight Junctions funktioniert nicht korrekt. Wenn der Zonulin-Spiegel zu hoch ist, bekommen die Tight Junctions ständig das Signal, die Zwischenräume zu öffnen, so dass die Schadstoffe ungehindert durch diese »Einfallstore« gelangen können.

Es versteht sich von selbst, dass auch unterernährte, gereizte oder sogar entzündete Zellen weder eine ausreichende Enzym-Produktion noch die Barriere- bzw. die Weiterleitungsfunktionen korrekt und in dem erforderlichen Rahmen aufrechterhalten können.


Das Immunsystem

Bereits bei unserer Geburt verfügen wir über ein angeborenes Immunsystem. Dieses besteht aus einer gesunden Schleimhaut, die durch ihre Barrierefunktion verschiedenen Keimen den Eintritt in den Körper verwehrt.

Andere Erreger erkennt zwar das kindliche Immunsystem noch nicht selbst, aber durch den so genannten »Nestschutz«, der sich durch die Antikörper, die der Embryo im Mutterleib übertragen bekommen hat, ergibt sich für einige Monate ein erweiterter Schutz. Weitere Abwehrstoffe werden mit der mit der Muttermilch aufgenommen, so dass der Säugling gegen alle die Krankheiten geschützt ist, die die Mutter durchgemacht und gegen die sie Antikörper entwickelt hat.

Im Laufe des Lebens entwickelt sich dann ein eigenes Immunsystem. Sobald der Organismus mit Krankheitserregern in Berührung kommt, entwickelt er die Fähigkeit, diese als Antigene zu erkennen und Antikörper dagegen zu bilden. Dieses erworbene Immunsystem speichert die Beschaffenheit dieser Antigene und kann bei erneuter Exposition rasch genügend Antikörper bilden, damit wir nicht erneut oder zumindest nicht so heftig erkranken.

Um sich mit bisher noch unbekannten Erregern auseinandersetzen zu können, ist es vorteilhaft, wenn dies zunächst behutsam geschieht. Dazu gibt es in der Darmschleimhaut bestimmte Bereiche, die – entgegen der großen Gesamtheit der Schleimhaut – ein wenig durchlässiger sind. Man kann sich diese so genannten Peyer‘schen Plaques wie ein kleines, engmaschiges Sieb vorstellen, durch die die eigentlich ja unerwünschten und in größeren Mengen gefährlichen Krankheitserreger in kleiner Anzahl hindurchgelassen werden. Hinter diesen Stellen treffen die wenigen Keime jetzt auf die T-Zellen, die sie nun kennenlernen und entsprechende Informationen an die B-Zellen weitergeben können, die wiederum lernen, die Antikörper herzustellen. Wie bei einer Impfung, bei der ja auch nur kleinste, meist inaktivierte Erregermengen oder Teile derselben in den Körper gebracht werden, kann sich dieser Teil des Immunsystems an die neuen Erreger gewöhnen und die Produktion der Antikörper verinnerlichen.

Das angeborene Immunsystem ist zwar nicht so spezifisch wie das erworbene, aber bereits dieses ist schon eine starke Waffe im Kampf gegen Krankheiten. Wenn Krankheitserregern durch eine intakte Schleimhautbarriere der Eintritt in den Körper verwehrt wird, können diese nicht so viel ausrichten, als wenn sie diese Schranke überwinden und in die Körperzellen eindringen könnten.

Aber auch hier gilt: nur eine intakte Schleimhaut stellt ein funktionierendes angeborenes Immunsystem dar. In einer gesunden Schleimhaut gibt es eine ausreichende Anzahl von Peyer‘schen Plaques, die dafür sorgen, dass sich auch das erworbene Immunsystem korrekt entwickeln kann. Beide Immunsysteme hängen eng miteinander zusammen, und alles steht und fällt mit der Qualität der Darmschleimhaut.


Erkrankungen der Darmschleimhaut

Wie oben erwähnt, können grundsätzlich nur gut genährte, gesunde Schleimhautzellen die an sie gestellten Anforderungen erfüllen, denn unterernährte oder gar entzündete Zellen sind dünn und rücken somit weiter auseinander. Entstehen bei dünneren Zellen größere Zwischenräume, können sich die beiden Seiten dieser Klettverschlüsse nicht mehr berühren und zusammenhalten und bleiben ständig geöffnet – Tür und Tor sind für alles, ob es nun eigentlich gut oder schlecht ist, weit offen, egal wie hoch der Zonulin-Spiegel ist. Dies ist das so genannte » Leaky-Gut-Syndrom« (leaky = leck, undicht, engl.; gut = Darm, engl.) – mit den oben geschilderten Folgen.

Es gibt verschiedene Ursachen, warum sich Darmschleimhautzellen entzünden können. Hier sind z.B chemische Schadstoffe oder auch Medikamente zu nennen, die wir aufnehmen und die die Zellen reizen. Aber auch eine entgleiste Mikrobiota kann mit den dann in unangemessener Menge entstehenden Stoffwechselprodukten wie Säuren und Gasen der Schleimhaut zusetzen. Das Gleiche gilt bei zu geringem Verzehr von Ballaststoffen, da dann die schleimerneuernden Bakterien (muconutritive Flora) in nicht ausreichender Zahl vorhanden sind. Und natürlich erst recht bei einem unangemessenem Verzehr unverträglicher Nahrungsmittel oder bei Allergien. Diese Entzündungen sind meist nicht im Zuge einer Darmspiegelung zu erkennen – es handelt sich hier i.d.R. um kleinere Mikroentzündungen, die jedoch die Funktion des Systems durchaus gravierend beeinträchtigen können.

Weiterhin gibt es die chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CeD) wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, bei sich in Teilen des Darms die Schleimhaut sehr stark entzünden kann. Diese schweren Entzündungen sind, wenn sie im Dickdarm auftreten, in der Spiegelung gut sichtbar, die Schleimhaut kann sogar bluten, was man am Stuhl mit bloßem Auge erkennen kann (da Darmspiegelungen nur den Dickdarm erfassen, können Entzündungsprozesse der Schleimhaut im Dünndarm auf diesem Wege nicht erkannt werden). Chronisch entzündliche Darmerkrankungen treten oft schubweise auf und gehen oft mit stärksten Beschwerden einher. Die Diagnostik und Behandlung gehören auf jeden Fall in ärztliche Hände.

Manche Menschen erkranken an der Autoimmunkrankheit Zöliakie. Hier reagiert das Immunsystem auf das Klebereiweiß Gluten, das in Weizen, Roggen, Gerste und deren Unterarten enthalten ist. Sobald Gluten verzehrt wird, beginnt das Immunsystem, die Darmschleimhautzotten zu zerstören – mit den daraus resultierenden Folgen. Wird das Gluten strikt gemieden, kann sich die Darmschleimhaut erholen, und bei konsequenter Karenz erscheint der Betroffene vollkommen gesund. Die Krankheit an sich ist erblich, es ist jedoch noch nicht abschließend erforscht, ob, wann und warum sie ausbricht.

Sehr häufig kann man bei Menschen mit CeD und auch mit einer Zöliakie eine mehr oder weniger eingeschränkte Vielfältigkeit (Diversität) der Mikrobiota feststellen, was zeigt, wie eng die Qualität der Darmschleimhaut mit der Qualität der Mikrobiota zusammenhängt. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man eine Zöliakie oder eine CeD entwickelt, wenn die Darmflora entgleist ist, denn es gibt viele weitere Faktoren – teils auch noch gar nicht erforschte – die bei der Ausbildung dieser Darmerkrankungen ausschlaggebend sind. Tatsache ist jedoch, dass eine ungenügende Zusammensetzung der Darmflora Schübe von CeD begünstigen kann und – im Gegenzug – eine stabile Mikrobiota mit möglichst vielen verschiedenen Bakterienarten die Anzahl und/oder Schwere und Dauer von Schüben verringern kann.


Nahrungsmittel-Allergien

Bei Nahrungsmittel-Allergien reagiert unser Immunsystem auf Nahrungsmittel, die normalerweise vollkommen unproblematisch sind. Dies können Milch, Eier, Äpfel oder Nüsse sein, aber auch jedes andere Lebensmittel, das den meisten Menschen gut bekommt.

Zur Ausbildung einer Allergie braucht es eine Sensibilisierungsphase, in der nach einem ersten Kontakt mit dem Allergen innerhalb einer Zeitspanne das Immunsystem (fälschlicherweise) lernt, dass es sich hier um eine zu bekämpfende Substanz handelt. Werden danach diese Stoffe – es ist nie das Lebensmittel in Gänze, sondern nur kleinere Proteinteile – erneut aufgenommen, fährt das Immunsystem nun die Schutzarmada auf und bekämpft mit allen Mitteln die vermeintlichen »Schadstoffe«.

Bestandteile von Nahrungsmitteln, auf die man allergisch reagiert und die die Schleimhautbarriere überwinden und in den Körper eindringen, werden selbstverständlich besonders bekämpft, denn dort können sie dem Organismus wesentlich »gefährlicher« werden, als Stoffe, die an der Körperoberfläche bleiben.

Eine intakte Darmschleimhaut kann vor Allergien bzw. zumindest vor der Schwere der allergischen Reaktionen schützen. Dies heißt keinesfalls, dass Menschen, die bereits schwere allergische Reaktionen wie einen anaphylaktischen Schock hatten, nach einer Sanierung der Darmschleimhaut nun unbedenklich ihr Allergen verzehren könnten. Aber Allergien mit einem weniger ausgeprägten Beschwerdebild können bei einer intakten Schleimhaut, die mit ihrer Barrierefunktion das Eindringen der Allergene wirksam verhindert, in ihrer Häufigkeit und ihrer Intensität gemildert werden.

Es ist zudem zu beobachten, dass Allergien meist infolge einer Exposition mit mehreren Störfaktoren auftreten – seien es mehrere verschiedene Allergene oder auch das eine oder andere Allergen und eine zusätzliche Unverträglichkeit. Wenn durch eine lädierte Schleimhaut schon mehrere verschiedene Stoffe in den Körper gelangt sind – u.U. ohne dass sich bis dahin Symptome gezeigt haben – kann dann ein weiteres Allergen oder eine größere Menge das Fass zum Überlaufen bringen. Ggf. können auch Nahrungsmittel, die bisher keine Probleme bereitet haben, die defekte Schleimhautbarriere überwinden, ohne korrekt verdaut worden zu sein und belasten dann das System zusätzlich.

Eine gesunde Darmschleimhaut kann also auch vor Allergien bzw. der Intensität der Reaktionen schützen. Übrigens gilt dies nicht nur für die Nahrungsmittel-Allergien, bei denen die Allergene über das Verdauungssystem aufgenommen werden, sondern durchaus auch für alle anderen Allergien. Wie oben erwähnt, wird der in der Darmschleimhaut gebildete Schutzstoff sIgA auf den Schleimhäuten im gesamten Körper verteilt, also z.B. auch auf die Schleimhäute von Bronchien und Lunge. Die hier eindringenden »respiratorischen« Allergene wie z.B. Pollen können bei so geschützten Schleimhäuten weniger ausrichten.


Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Neben den Allergien, bei denen das Immunsystem auf Proteinbestandteile aus den Nahrungsmitteln reagiert, gibt es die Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten. Hier ist das Immunsystem nicht beteiligt. Bei einer Unverträglichkeit mangelt es an Enzymen oder Transportproteinen zur Verarbeitung. Da durch diesen Mangel die entsprechenden Kohlenhydrate oder auch Botenstoffe nicht (ausreichend) aufgespalten, abgebaut oder transportiert werden können, gelangen die unverarbeiteten Kohlenhydrate in den Dickdarm bzw. reichern sich die Botenstoffe wie das Histamin im Körper an.

Unaufgespaltene Nahrungszucker werden von den Bakterien im Dickdarm vergoren, wobei Gase und Säuren als Abfallprodukte entstehen. Erstere werden als Blähungen wahrgenommen, und die Gase reizen die Schleimhaut.

In einer gereizten Schleimhaut, in der ein ungünstiges Säuremilieu herrscht, fühlen sich die vorteilhaften Darmbakterien nicht richtig wohl – die »schlechten«, die robuster sind, können sich überproportional fortpflanzen und nach und nach die »guten« verdrängen. Die Balance der Dickdarmflora entgleist, die dann ihre eigentlichen Aufgaben wie u.a. auch die Ernährung der Schleimhautzellen immer weniger wahrnehmen kann.


Dünndarmfehlbesiedelung (SIBO)

Wenn auf eine (oder mehrere) Unverträglichkeit(en) nicht mit der angepassten Ernährung reagiert wird und zu viele unbekömmliche Stoffe in den Dickdarm gelangen, können kleinere Mengen der entstehenden Gase durch die Ileozökalklappe – eine Engstelle zwischen Dünn- und Dickdarm – hindurchgedrückt werden und Dickdarmbakterien nach oben tragen. Wenn diese »normalen« Dickdarmbewohner im Dünndarm weiter nach oben gelangen, entwickelt sich dort eine so genannte Dünndarmfehlbesiedelung oder SIBO (small intestine bacterial overgroth, engl.).

Sobald die Bakterien im Dünndarm abgetötet oder – besser noch – an ihren eigentlichen Wirkort im Dickdarm zurückgedrängt wurden, verschwinden auch die für diese Erkrankung typischen Beschwerden wie der aufgeblähte Bauch, Schmerzen, Bauchgrummeln, Völlegefühl und vieles mehr.


Pflege und Sanierung der Darmschleimhaut

Bei Erkrankungen des Darmes, einem schlecht funktionierenden Immunsystem, nach Antibiotika- oder Bestrahlungstherapien oder aber nach besonderen Stresssituationen ist es meist erforderlich, die Darmgesundheit wiederherzustellen. Hierzu gehören neben der Pflege der Darmflora auch die Gesunderhaltung der Darmschleimhaut.

Bei Erkrankungen, die die Qualität der Darmschleimhaut beeinträchtigen, sind hier zuallererst die entsprechenden Ursachen auszuschalten. Und da die Qualität der Darmschleimhaut ganz eng mit der Qualität der Mikrobiota verbunden ist, gehört die Betrachtung der »Mikrobiota« selbstverständlich auf jeden Fall auch mit zur Betrachtung der Darmschleimhaut. All dem muss immer eine korrekte Diagnose vorausgehen, so dass man die Gründe für die Beschwerden erkennen und gezielt abstellen kann.

Zur Unterstützung der Ausheilung stehen auch geeignete Präparate zur Verfügung, es ist aber weder möglich noch dauerhaft zielführend, sich allein auf diese Mittel verlassen zu wollen, denn wenn die Ursachen für die Erkrankung weiterhin vorhanden sind, kann sich die Schleimhaut weder ausreichend noch dauerhaft erholen. Auch wenn viele gute Präparate rezeptfrei zu bekommen sind, ist es trotzdem sehr wichtig, sich fachlich beraten zu lassen und einen individuell auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Plan auszuarbeiten. Ohne die erforderlichen Hintergründe zu kennen, wäre es höchst leichtsinnig, an dem ebenso empfindlichen wie lebenswichtigen Organ »Darmschleimhaut« herumzudoktern.

Trotzdem können Sie bereits vom ersten Tage an einen großen Teil zur Sanierung und auch generell zur Pflege Ihrer Darmschleimhaut selbst beitragen.

Eine optimale Pflege der Darmschleimhaut erreichen Sie recht einfach durch den weitgehenden Verzicht auf industriell verarbeitete Produkte und Süßes und durch die Reduzierung von Genussmitteln auf ein vernünftiges Maß und – sofern verträglich – den Umstieg auf eine naturbelassene Vollwertkost.

Lassen Sie sich für einen eventuellen Umstieg auf vollwertige Nahrungsmittel genügend Zeit, denn zum einen kann ein kränkliches Verdauungssystem eine abrupte Änderung übel nehmen und mit verstärkten Beschwerden wie Durchfällen und Blähungen reagieren, und zum anderen ändern sich jahrelang eingeschliffene Vorlieben nicht von heute auf morgen. Eine plötzliche Umstellung Ihrer Ernährung würde mit großer Sicherheit aufgrund der auftretenden Beschwerden und der Vergewaltigung Ihrer Gewohnheiten zum Scheitern verurteilt sein.

Wenn Sie an Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten oder -Allergien leiden, sind die unbekömmlichen Stoffe ab sofort so weit wie möglich zu meiden, bis Sie beschwerdefrei sind. Bitte lesen Sie hierzu die entsprechenden Beiträge auf dieser Website unter dem Menüpunkt »Wissendatenbank/Unverträglichkeiten«.

Unter diesen verbesserten Bedingungen können sich sowohl die Darmschleimhautzellen als auch die Mikrobiota erholen. Es versteht sich von selbst, dass die Erholungsphase Zeit benötigt – je länger zuvor ungünstige Bedingungen geherrscht haben, desto mehr Zeit benötigt auch die Erholung.

Mit dem Verzehr von immer mehr vollwertigen Nahrungsmitteln mit ihren rauhen Pflanzenfasern werden die alten, verhornten und abgestorbenen Zellen an der Oberfläche der Darmschleimhaut abgetragen, und die Schleimhaut verjüngt sich. Der Verzicht auf industriell verarbeitete Produkte und Süßes unterstützt die Regeneration der Darmflora, die nun wiederum mit ihren Schutzfunktionen der Darmschleimhaut hilft.

Da insbesondere das Rauchen alle Schleimhäute und somit auch die Darmschleimhaut durch die zahlreichen enthaltenen Chemikalien und Schadstoffe stark belastet, sollten Sie – falls Sie an dieser Sucht leiden – einen Weg finden, sich das Rauchen abzugewöhnen. Mit der gleichzeitigen Reduzierung von weiteren schädlichen Genussmitteln wie u.a. auch Alkohol werden die Zellen in der Darmmuskulatur wieder ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Auf diese Weise verbessert sich auch der Nahrungstransport, was sich wiederum günstig auf den Stuhlgang und damit auf die Zellen der Darmschleimhaut und auch auf die Mikrobiota auswirkt.

Trinken Sie ausreichend stille oder kohlensäurearme Mineralwässer, Leitungswasser, Kräuter- oder Früchtetees und ab und an auch verdünnte Fruchtsäfte, damit zum einen die Flüssigkeitsversorgung der Zellen gewährleistet ist und zum anderen die Beschaffenheit des Stuhlganges nicht zu fest wird. Auf diese Weise wird die Arbeit des Darmes erleichtert, der Stuhl wird zügig durch den Darm befördert und eine zu intensive Einwirkung von Gift- und Schadstoffen auf die Darmschleimhaut unterbleibt.

Bewegen Sie sich möglichst viel – vor allem aber kontinuierlich und treiben Sie leichten Sport, um die Darmperistaltik zu fördern, denn auch die Darmmuskulatur kann, wie die übrige Muskulatur, durch mangelhafte Bewegung verkümmern und Beschwerden verstärken. Zudem kann nur ein Darm, der von außen durch Bewegung und Sport angeregt wird, den Speisebrei gleichbleibend durch den Darm befördern. Wenn der Transport stockt, führt dies zu mehr oder weniger hartem Stuhl, und der Darm hat es schwerer. Meiden Sie deshalb Verstopfung, die für eine gesunde Verdauung und damit für eine gesunde Schleimhaut und Mikrobiota sehr schädlich ist. Gehen Sie dazu möglichst oft an die frische Luft, denn die Aufnahme von Sauerstoff fördert eine gute Durchblutung des gesamten Verdauungssystems, zudem leistet auch die aktive Bewegung des Zwerchfellmuskels, mit dem wir atmen, einen großen Beitrag zur Anregung der Darmmotorik..

Und – last but not least – ist auch die Psyche zu einem großen Teil am optimalen Funktionieren Ihres Verdauungssystems und damit auch an der Qualität Ihrer Darmschleimhaut beteiligt. Deshalb sollte dieser Gesichtspunkt auf jeden Fall auch den angemessenen Raum in Ihrem Therapieplan einnehmen. Mit Sicherheit lässt sich einiges an Stress vermeiden, aber wahrscheinlich ist nicht jedes Stresserlebnis auszuschalten, ggf. aber lässt sich einiges kompensieren. Beachten sie deshalb, diesem Stress genügend Entspannungsmomente entgegenzusetzen – ein vernünftiges Stressmanagement trägt deshalb auch seinen Teil zur Pflege und zur Sanierung der Darmschleimhaut bei.
 


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