Letzte Aktualisierung: 14.4.2018

Histamin-Intoleranz

(Histaminose)
Obwohl die Symptome denen einer Allergie ähneln, ist auch die Histamin-Intoleranz (HI) oder Histaminose eine Nahrungsmittel-Unverträglichkeit. Es soll hier – insbesondere zur Möglichkeit einer Abgrenzung zu anderen Intoleranzen – beschrieben werden, wodurch sich eine Histamin-Intoleranz charakterisiert.

Was ist Histamin?

Histamin ist ein biogenes Amin und wird u.a. vom Körper selbst hergestellt. Es übt als Neurotransmitter, also als Botenstoff in den/für die Nerven vielfältige Funktionen aus: Histamin reguliert z.B. die Sekretion des Magensaftes oder der Flüssigkeit im Darm oder in den Körperzellen. Es kontrolliert den Schlaf-/Wachrhythmus und ist für die Lern- und Gedächtnisfähigkeit des Gehirns und die Appetitkontrolle (mit-)verantwortlich.

Bei allergischen Reaktionen ist immer ein Zuviel an Histamin zu beobachten, das sich beispielsweise durch die Einsteuerung von Flüssigkeit in Körperzellen zeigt, die dadurch anschwellen und jucken. Auch allergisches Naselaufen oder Durchfall durch Nahrungsmittel-Allergien wird durch Histamin verursacht. So soll bewirkt werden, dass vom Körper als schädlich eingestufte Stoffe schnellstmöglich entfernt oder unschädlich gemacht werden.

Auf der einen Seite ist Histamin eine essentielle (unverzichtbare) Substanz im Organismus, kann jedoch im Übermaß auch sehr negative bis (lebens-)gefährliche Wirkungen erzeugen.
 
Histamin-Intoleranz – eine Pseudoallergie

Da das Histamin eine entscheidende Rolle bei allergischen Beschwerden spielt, gleichen die auftretenden Beeinträchtigungen denen der Allergien. Aus diesem Grund wird die Histamin-Intoleranz, die eigentlich genauso wie die Kohlenhydrat-Intoleranzen (Laktose, Fruktose und Sorbit) eine Unverträglichkeit ist, auch als so genannte »Pseudo-Allergie« bezeichnet (pseudo = falsch, künstlich, lat.). Bewegen sich die Beschwerden der Kohlenhydrat-Unverträglichkeiten immer zuerst lokal begrenzt auf den Darm, so können durch die Beweglichkeit des Histamins über den Blutkreislauf die Probleme auch unabhängig vom Verdauungstrakt auftreten.
 
Beschwerden bei Histamin-Intoleranz

Bei den Laktose-, Fruktose- und Sorbit-Intoleranzen zeigen sich die Haupt-Symptome – vor allem Bauchgrummeln, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfälle – immer zuerst im Verdauungstrakt, also dort, wo die unverträglichen Stoffe mit dem Körper in Berührung kommen.

Eine Histamin-Intoleranz kann zwar die gleichen Symptome bewirken, jedoch können hier durchaus auch allergieähnliche Beschwerden wie Juckreiz – teils im Mundschleimhautbereich, teils jedoch auch auf der gesamten Körperhaut – oder aber auch Nesselsucht, Ekzeme, geschwollene Augen und laufende Nase, Atembeschwerden, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Pulsrasen, Übelkeit oder auch Schlafstörungen u.a. Probleme auftreten.

Aber auch wenn hier Beschwerdebilder beobachtet werden, die denen einer Allergie gleichen, ist die Histamin-Intoleranz trotz allem eine Unverträglichkeit. Dies bedeutet, dass keine immunologische Reaktion vorliegt, sondern »lediglich« eine Unverträglichkeit.
 
Ursachen der Histamin-Unverträglichkeit

Histamin ist ein biogenes Amin, also ein Stoff, der durch den Stoffwechsel in Pflanzen, Tieren oder auch im Stoffwechsel des Menschen entsteht. Während des Abbauprozesses von Zellen entsteht aus der Vorstufe Histidin das Histamin – und zwar nicht nur beim Menschen, sondern auch bei Tieren und Pflanzen, die der Mensch mit der Nahrung aufnimmt. Dieses Histamin muss abgebaut werden, um sich nicht im Körper anzureichern. Dazu ist das Enzym Diaminoxidase (DOA) (= Histaminoxidase) erforderlich.

Besteht ein Mangel an DAO, reichern sich schon geringe aufgenommene Histamin-Mengen im Körper an und führen zu den beschriebenen Beschwerden.

Es besteht bei allen Menschen eine natürliche Grenze, bis zu der Histamin abgebaut und somit vertragen werden kann. Wird diese überschritten, treten auch bei Menschen ohne eine Unverträglichkeit Probleme auf. Histamin bildet sich bei jedem natürlichen Verderb von Nahrungsmitteln – in manchen weniger und manchen mehr. Insbesondere reichert sich Histamin bei eiweißreichen Lebensmitteln an. Wird beispielsweise Fisch alt, so bildet sich hier schnell ein sehr hoher Histamin-Gehalt. Der Verzehr führt dann zu einer starken histaminbedingten Reaktion – einer Vergiftung, in diesem Falle zu einer Fischvergiftung.

Immer wenn Bakterien ein Nahrungsmittel zersetzen, entsteht Histamin. Diese sind »am Werke«, wenn Nahrungsmittel verderben. Aber auch schon beim »normalen« Abkühlen und Wiederaufwärmen von Essensresten, auch wenn diese im Kühlschrank aufbewahrt wurden und für gesunde Menschen durchaus noch bekömmlich sind, kann sich für Menschen mit einer Intoleranz hier schon zu viel Histamin gebildet haben. Und auch wenn Lebensmittel ganz gezielt durch den Einsatz von Bakterien verändert werden, reichert sich Histamin an – beispielsweise bei der Käseherstellung, bei der Fleischbearbeitung (z.B. bei Dauerwürsten wie Salami etc.), bei sauer eingelegtem Gemüse (z.B. Sauerkraut) oder bei der Weinherstellung. Als Faustregel gilt deshalb bei Histamin-Intoleranz: Finger weg von alten Lebensmitteln!

Eine weitere Ursache für Beschwerden kann, auch wenn die Histaminaufnahme weitestgehend reduziert wurde, die Aufnahme so genannter Histamin-Liberatoren sein. Diese sorgen dafür, dass gebundenes Histamin aus den körpereigenen Zellen freigesetzt (liberiert) wird. Histamin-Liberatoren sind beispielsweise enthalten in Kakao, aber auch Tomaten oder Ananas.

Darüber hinaus kann die Möglichkeit einer (Fehl-)Besiedelung des Darmes mit Bakterienarten bestehen, die mit ihrem Stoffwechsel selber Histamin herstellen. Normalerweise gehören solche Arten nicht in nennenswerter Menge in eine gesunde Darmflora, bei Menschen ohne Histamin-Intoleranz ist eine solche Anhäufung aber nicht weiter besorgniserregend. Wenn jedoch ohnehin der Histaminabbau gestört ist, kann das durch diese Darmbakterien hergestellte Histamin rasch zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Es ist deshalb immer ratsam, auch eine Untersuchung der Stuhlflora durchführen zu lassen.

Bei tierischen Lebensmitteln kann es vorkommen, dass bereits die Tiere in ihrem Verdauungssystem Bakterien beherbergen, die vermehrt Histidin zu Histamin umwandeln können. Werden diese Tiere zu Nahrungsmitteln verarbeitet, haben diese – auch wenn sie frisch erscheinen – bereits einen hohen Histamin-Ausgangswert, der histaminempfindlichen Menschen Probleme bereiten könnte.

Auch ein verstärkter Verzehr von eiweißhaltigen Nahrungsmitteln oder einer Besiedelung des Darms mit einer so genannten »Fäulnisflora«, bei der vermehrt Proteinreste im Stuhl verbleiben, kann zu Problemen mit Histamin führen, weil dann die Histamin-bildenden Bakterien das Eiweiß im Stuhl abbauen. Hierbei entstehen größere Histaminmengen, die die »normale« DAO-Menge nicht mehr abbauen kann.

Neben diesen beschriebenen Ursachen gibt es viele weitere Auslöser – immer ist es jedoch ein Ungleichgewicht zwischen der Zufuhr (bzw. körpereigener Produktion) des Histamins und dem Abbau durch die DAO. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kommt es zu Histamin-bedingten Problemen.

In folgender Grafik sind die wichtigsten Faktoren dargestellt:
 
 
Diagnose der Histamin-Intoleranz

Die teils recht diffusen Beschwerdebilder machen es schwer, eine Histamin-Intoleranz zu diagnostizieren. Hinzu kommt, dass es nicht »das« Nahrungsmittel gibt, das histaminreich oder histaminarm ist und somit ein direkter Zusammenhang hergestellt werden kann. Durch längere Lagerung, durch Gärprozesse oder auch durch unzureichende Kühlung können Lebensmittel, die heute noch relativ histaminarm waren, schon morgen für Histaminintolerante vollkommen unbekömmlich werden.

Besteht ein Verdacht, muss vor allem mit der gründlichen Aufnahme der Anamnese (Krankenvorgeschichte) versucht werden, die Beschwerden zu benennen und verschiedene andere Ursachen auszuschließen (Ausschlussdiagnose).

Das Führen eines Ernährungstagebuches bildet dabei eine unverzichtbare Hilfe, anhand derer sich der Verdacht bestätigen oder aber auch ausschließen lassen kann. Treten bei bestimmten Nahrungsmitteln wie Rotwein, Hartkäse, Sauerkraut, geräucherten Wurstwaren und geräuchertem Fisch, aber auch bei Getränken wie u.a. Sekt oder Bier immer wieder Probleme auf, liegt der Verdacht auf eine Histamin-Intoleranz schon sehr nahe.

Mit einem Bluttest kann der Arzt die Aktivität des histaminabbauenden Enzyms Diaminoxidase messen. Hierfür sollten Sie sich zu einem auf die Beschwerden des Verdauungsapparates spezialisierten Gastroenterologen überweisen lassen.

Eine Messung der Methylhistaminausscheidung im 24-Stunden-Sammelurin kann ebenfalls zur sicheren Diagnose oder zum Ausschluss einer Histamin-Intoleranz beitragen. Da sich das im Körper angereicherte Histamin zu Methylhistamin abbaut und im Urin ausgeschieden wird, ist eine Intoleranz (und damit eine Erhöhung des Histaminspiegels) an dem ebenfalls erhöhten Methylhistaminwert erkennbar.

Manche Ärzte messen den Wert aus einer einmaligen Urinprobe. Dies ist jedoch sehr ungenau, da die Ausscheidung im Tagesverlauf sehr schwanken kann. Ein genaueres Bild ergibt sich, wenn der Urin über 24 Stunden gesammelt und die Messung aus einer Probe des Sammelurins vorgenommen wird.

Weiterhin steht (als nicht durchgängig anerkannte Methode) der so genannte H40-Test zur Verfügung. Hierbei wird eine bestimmte Menge Histamin in die Haut gespritzt, wobei eine Quaddel entsteht. Diese Quaddel und die im Umkreis entstehende Rötung werden 40 Minuten lang beobachtet: wie groß werden Quaddel und Rötung, wie schnell bilden sich Quaddel und Rötung zurück und wie weit bilden sie sich zurück. Aus diesen Ergebnissen kann der Arzt Rückschlüsse ziehen, wie gut das Histamin abgebaut wird oder ob eine Intoleranz, sprich ein Mangel an Diaminoxidase vorliegt.

Einige weitere Cofaktoren können wertvolle, ergänzende Hinweise bei der Diagnostik der Histamin-Intoleranz geben und sollte abgeprüft werden: es sind die Werte für Kupfer, Zink und Vitamin B6. Da die Synthese von Diaminoxidase auf das ausreichende Vorhandensein dieser Stoffe angewiesen ist, wird zwangsläufig zu wenig DAO gebildet, wenn es an diesen Stoffen mangelt.
 
Behandlung der Histamin-Intoleranz

Nach der Diagnose »Histamin-Intoleranz« gilt es, einen ganzen Katalog an Maßnahmen zu ergreifen – lediglich die Zufuhr von Histamin über die Nahrung einzuschränken, wie landläufig angenommen, wäre viel zu kurz gegriffen! Schauen Sie sich hierzu am besten noch einmal die oben abgebildete Grafik unter »Ursachen« an. Aber selbstverständlich ist die Auswahl geeigneter Lebensmittel eines von vielen Mitteln, um eine höchstmögliche Beschwerdefreiheit zu erreichen.
 
Ernährung bei Histamin-Intoleranz

Um Beschwerden bei Histamin-Intoleranz vorzubeugen, ist es erforderlich, sich so histaminarm wie möglich zu ernähren, und leider ist die Liste der möglichst zu meidenden Lebensmittel für einen von Histamin-Intoleranz Betroffenen recht lang.

Es gibt Lebensmittel, die bereits im frischen Zustand eine relativ hohe Menge an Histamin enthalten. Hier sind zu nennen u.a. Bananen, Birnen, Orangen und Kiwis.

Zu den Lebensmitteln, die eine hohe Menge an Liberatoren enthalten, zählen u.a. Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen und Soja), Ananas, Erdbeeren und, wie oben erwähnt, der Kakao.

Auch alle lange gelagerten Lebensmittel wie u.a. Konserven (insbesondere Fleisch- und Fisch-Konserven), aber auch Räucherwaren und lange gereifte Käsesorten, eingelegtes Gemüse (Sauerkraut etc.) und mit Essig und Hefe hergestellte Nahrungsmittel sind zu meiden. Vermieden werden sollte auch, aufgewärmte Speisen zu verzehren, denn durch den auch bei bester Kühlung beginnenden und fortschreitenden Verderb reichert sich Histamin in den Nahrungsmitteln an.

Empfehlenswert sind alle möglichst frischen Lebensmittel (mit Ausnahme der vorgenannten): frisches Obst und Gemüse, frische Milchprodukte, frisches Fleisch und fangfrischer Fisch (bei Fisch unbedingt nur bei Händlern Ihres Vertrauens kaufen!), weiterhin Eigelb, das Eiklar ist hingegen problematisch. Brot- und Backwaren sind bekömmlich, solange sie nicht mit Hefe zubereitet wurden. Auch frische Obst- und Gemüsesäfte (mit Ausnahme der vorgenannten Sorten) und Kräutertees sind zu empfehlen.

Grundsätzlich ist es auch hilfreich, viel zu trinken (Kräutertees, Wasser), um die Ausschwemmung von Abbauprodukten aus dem Körper zu unterstützen.

Entgegen sonstigen Empfehlungen für eine gesunde Ernährung kann es bei Histamin-Intoleranz günstig sein, Nahrungsmittel mit Konservierungsstoffen zu bevorzugen, denn diese verzögern den Prozess des Verderbs, wodurch sich weniger Histamin bildet. Leider tun Sie Ihrem Körper mit diesen Chemikalien nicht unbedingt etwas Gutes – Sie haben hier leider nur die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Grundsätzlich ist es immer hilfreich, ein Ernährungstagebuch zu führen, und somit die individuellen Bekömmlichkeiten zu ermitteln. Zu beachten ist dabei immer der Frischegrad der Lebensmittel – und natürlich auch die Summe aller Nahrungsmittel, die zur Erreichung oder ÜL;berschreitung der Toleranzschwelle beitragen.

Die Histamin-Intoleranz ist diejenige Nahrungsmittel-Unverträglichkeit, die am schwersten unter Kontrolle gehalten werden kann – es ist jedoch nicht unmöglich. Bei Beachtung der Regeln findet man doch nach einer Weile seinen ganz persönlichen Weg und Speiseplan.

Viele Menschen berichten, dass Sie nach einem Essen im Chinarestaurant Probleme bekommen. Wegen der Häufigkeit werden die daraus resultierenden Beschwerden, die denen der Histamin-Intoleranz gleichen, auch das »Chinarestaurant-Syndrom« genannt. Schuld daran ist wahrscheinlich das Glutamat, das in der chinesischen Küche vermehrt Verwendung findet. Da Glutamat wie das Histamin von dem Enzym Diaminoxidase abgebaut wird, ist die Abgrenzung der Glutamat- zur Histamin-Intoleranz fließend. Auf jeden Fall ist bei Histamin-Intoleranz der Verzehr von Glutamat ebenfalls zu meiden.
 
Weitere biogene Amine meiden

Bei einer Histamin-Intoleranz können auch andere biogene Amine zu Problemen führen, da sie den gleichen Abbaukreis benutzen wie das Histamin und die Diaminoxidase hemmen. Hierbei sind u.a. zu nennen das Tyramin, das Theobromin und Phenylethylamin, die u.a. in Kakao und damit auch in allen kakaohaltigen Nahrungsmitteln wie z.B. Schokolade enthalten sind.
 
Alkohol und Genussmittel meiden

Ein besonderes Thema für von Histamin-Intoleranz Betroffene ist der Alkohol. Alkohol verlangsamt den Abbau des Histamins und führt dadurch zu einer Erhöhung des Histaminspiegels. Somit sollten der Genuss von alkoholischen Getränken und auch der Verzehr von mit Alkohol zubereiteten Speisen möglichst gänzlich, zumindest aber weitestgehend gemieden werden.

Auch der Genuss von Kaffee und Tee (schwarzer, grüner und Matetee) hemmen den Abbau der Diaminoxidase und sollte somit auf ein Mindestmaß beschränkt werden.

Die immer mehr in Mode kommenden Energy Drinks enthalten Theobromin, das eine ähnlich anregende Wirkung wie das Koffein hat. Theobromin blockiert die DAO und somit ebenfalls den Abbau des Histamins – deshalb heißt es bei HI »Hände weg von Energiedrinks«.
 
Medikamenten-Nebenwirkungen bei Histamin-Intoleranz

Viele Medikamente wirken als Histamin-Liberatoren oder auch hemmend auf die Diaminoxidase. Gemeint sind hier in diesem Abschnitt die Medikamente, die gegen oder zur Diagnostik anderer Erkrankungen eingenommen oder verwendet werden. Hier sind insbesondere zu nennen: Röntgenkontrastmittel beispielsweise sind Histamin-Liberatoren – deshalb aufgepasst bei entsprechenden Untersuchungen. Auch bestimmte Schmerzmittel (u.a. Opioide) wirken histaminliberierend. Drogen stehen ebenfalls in Verdacht, den Histaminspiegel zu beeinflussen, und es könnte sein, dass Todesfälle von Drogenbenutzern auch im Zusammenhang mit Histamin stehen. Auf jeden Fall ist bei der Verschreibung und/oder Verabreichung eines Medikamentes der Arzt auf die Histamin-Unverträglichkeit hinzuweisen.
 
Medikamente zur Behandlung von Histamin-Intoleranz

Mir ist bisher ein einziges Präparat (Daosin) bekannt, das zur Behandlung der Histamin-Intoleranz zur Verfügung steht. Dieses enthält Diaminoxidase, die das fehlende oder mangelnde Enzym ergänzen soll. Die Kapseln müssen vor dem Essen eingenommen werden. Das Mittel ist frei verkäuflich und muss selbst bezahlt werden, d.h. die Krankenkassen übernehmen die Kosten nicht. Ob es empfehlenswert ist, möchte ich hier nicht beurteilen, Sie können sich jedoch auf der Website des österreichischen Herstellers selbst informieren: www.sciotec.at/produkte/. Um an dieser Stelle repräsentativere Beurteilungen über Daosin (oder ggf. weitere Medikamente) weitergeben zu können, würde ich mich freuen, wenn Sie mir Ihre Erfahrungen per eMail mitteilen könnten – herzlichen Dank.


Empfehlung:
Eine zusätzliche Hilfe bei der Ermittlung geeigneter Lebensmittel stellt die
»DorisPaas.de – Lebensmittel-Datenbank« dar. Informieren Sie sich hier.


 
Behandlung

Standardmäßig wird die Dünndarmfehlbesiedelung mit Antibiotika behandelt. Hierbei werden die Bakterien abgetötet, die den Dünndarm besiedeln. Leider wird durch diese Behandlung jedoch auch die Dickdarmflora stark in Mitleidenschaft gezogen, so dass die Regeneration meist sehr langwierig ist und auch nicht ohne Folgesymptome abläuft.

Besser und nebenwirkungsärmer ist die Behandlung mit natürlichen Mitteln, die nur mild antibiotisch wirken und weniger unerwünschte Nebenwirkungen haben. Leider hat sich diese alternative Behandlungsmethode unter Gastroenterologen bisher nur zögerlich durchgesetzt.

Nach jeder Antibiose – auch nach der der natürlichen Antibiose – müssen die Darmschleimhaut und die Darmflora wieder aufgebaut werden – auch hier können natürliche Mittel wie geeignete Probiotika und auch Vitalpilze zum Einsatz kommen.

Bitte »basteln« Sie hier jedoch nie auf eigene Faust, sondern lassen Sie sich fachgerecht beraten.

 
Beratung

Gerne biete ich Ihnen eine individuelle Beratung an – auf Wunsch auch telefonisch oder per Skype.
Bitte informieren Sie sich auf meiner Praxis-Website »www.Ganzheitliche-Gesundheitsberatung.de«
 
Zu diesem Thema gibt es ein dreiteiliges Tutorial:
Videos
Abgrenzung zwischen
Nahrungsmittel-Unverträglichkeit und -Allergie





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