Letzte Aktualisierung: 12.8.2022

Behandlungsgrundsätze

bei Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
Es gibt für jede Nahrungsmittel-Unverträglichkeit ganz spezielle Behandlungsmöglichkeiten. Einige Grundsätze gelten jedoch bei allen Arten von Intoleranzen: die weitestgehende Meidung der unverträglichen Stoffe.

Nachdem die Diagnose »Nahrungsmittel-Unverträglichkeit« gestellt wurde – beispielsweise Milchzucker-Unverträglichkeit (Laktoseintoleranz) oder Fruchtzucker-Unverträglichkeit (Fruktoseintoleranz) oder andere, ist es erforderlich, die entsprechenden Beschwerdeverursacher in Zukunft weitestgehend zu meiden.

Bevor man nun jedoch voreilig beginnt, alle erdenklichen Bestandteile dauerhaft vom Speisezettel zu streichen, sollte man zuerst genau ermitteln, welche Nahrungsbestandteile wirklich Probleme bereiten, denn nicht immer sind es alle möglichen Verdächtigen, die bei jedem Menschen zu Beschwerden führen müssen. Eine übertriebene Eliminierung von wertvollen Nahrungsmitteln ist auf Dauer nachteilig für die Gesundheit. Deshalb ist es immer erforderlich, die wirklichen Beschwerdeverursacher zu entlarven. Zudem führt eine dauerhaft stark eingeschränkte Speisenauswahl zu einer drastischen Senkung der Lebensqualität, was bei intelligenter Herangehensweise überhaupt nicht nötig ist.

Hilfreich zur Ermittlung eventueller Beschwerdeverursacher ist das Führen eines Ernährungs- und Symptomtagebuchs (Verzehrtagebuch). Hier tragen Sie über ein bis zwei Wochen alles ein, was Sie wann essen und trinken und wann Beschwerden auftreten. Wichtig ist immer, dass Sie einen zeitlichen Versatz berücksichtigen, denn die Symptome treten in der Regel nicht sofort nach dem Verzehr eines unverträglichlichen Lebensmittels auf, sondern z.T. erst einige Stunden später. Es ist also ein wenig Spürsinn erforderlich. Gerne helfe ich Ihnen im Rahmen einer Beratung bei der Auswertung Ihrer Aufzeichnungen. Sie können sich unter dem Menüpunkt »Downloads« einen kostenlosen Vordruck herunterladen.

Danach folgt immer eine Zeit der absoluten Karenz – also eine Zeit des völligen Weglassens aller ermittelten und/oder eventuellen Beschwerdeverursacher. Dies kann – wenn man möchte – sogar eine Zeit des Fastens sein, in der wirklich außer Getränken keinerlei Nahrung zu sich genommen wird. Aber auch eine Ernährung mit wenigen, unverdächtigen Lebensmitteln kann dazu führen, dass die Beschwerden, die einen bisher gequält haben, nachlassen und verschwinden.

Nach dieser Zeit der absoluten Karenz, in der man völlig beschwerdefrei geworden sein sollte, kann man langsam und angepasst an die individuelle(n) Unverträglichkeit(en) beginnen, vorsichtig das eine oder andere zusätzliche Lebensmittel wieder dem eingeschränkten Speiseplan hinzuzufügen und schauen, ob es vertragen wird oder vielleicht auch nicht. Auf diese Weise ist es möglich herauszufiltern, welche Lebensmittel Beschwerden verursachen und welche verzehrt werden können, ohne dass Probleme auftauchen.
 
Darmgymnastik

Darmgymnastik Bei der Behandung und zur Vorbeugung unangenehmer Symptome einer jeden Nahrungsmittel-Unverträglichkeit und bakteriellen Fehlbesiedelungen der verschiedenen Darmabschnitte ist neben allen oben beschriebenen Maßnahmen grundsätzlich die kontinuierliche Bewegung eine unverzichtbare Komponente. Hier und bei allen Verdauungsbeschwerden ist wichtig, dass der Transport des Speisebreis durch den Darm so gleichmäßig wie möglich abläuft. Dies wird am besten erreicht mit einer kontinuierlichen Anregung der Verdauungsdrüsen und des Darms. Dazu eignen sich weniger die wenigen sportlichen Aktivitäten am Abend oder am Wochenende, sondern in möglichst engmaschigen zeitlichen Abständen durchgeführte Atem- und Bewegungsübungen.

In dem Buch »Darmgymnastik & mehr gegen Verdauungsbeschwerden« finden Sie viele Anregungen dazu. Zusätzlich sind Akupressurpunkte aufgeführt, deren Stimulation bei allen Verdauungsbeschwerden wirksam sind. Weiterhin werden zusätzliche Hilfsmaßnahmen und Hilfsmittel vorgestellt, die die Behandlung von Verdauungsproblemen effektiv unterstützen können. Und last, but not least, gibt es ein Kapitel mit Fragen, die in meiner Praxis immer wieder zu diesem Themenkomplex gestellt werden.


Diese für alle Unverträglichkeiten gleiche Vorgehensweise lesen Sie bitte hier:

• Fasten als Vorbereitung der Karenz
• Karenz

Für alle weiteren, für jede Art der Unverträglichkeit spezifischen Behandlungswege lesen Sie bitte die unter den verschiedenen Rubriken aufgeführten Beiträge.


Empfehlung:
Eine zusätzliche Hilfe bei der Ermittlung geeigneter Lebensmittel stellt die
»DorisPaas.de – Lebensmittel-Datenbank« dar. Informieren Sie sich hier.




 
Beratung

Gerne biete ich Ihnen eine individuelle Beratung an – auf Wunsch auch telefonisch oder per Skype.
Bitte informieren Sie sich auf meiner Praxis-Website »www.Ganzheitliche-Gesundheitsberatung.de«




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